Mittwoch, 12. März 2025, Tagesbericht: Hane
Wie es die Tradition so will, war das Wetter auch bei dieser Tour im 2025 eher bescheiden. Umso erfreulicher war es, dass sogar Leute dabei waren, die normalerweise bei solchen Bedingungen lieber ihr Motorrad putzen würden.
Am Zürcher HB versammelten sich schließlich 11 wanderfreudige Leute, darunter mit Irene auch eine Vertreterin des – früher hätte man gesagt – „schwachen Geschlechts“. Mit dem Schnellzug ging es nach St. Gallen, dann weiter mit dem Postauto nach Eggersriet, einem verschlafenen Nest mit vier Postauto-Haltestellen, von dem der Durchschnittsbürger wahrscheinlich noch nie gehört hat.
Von der Haltestelle „Eggersriet Ebene“ startete der Aufstieg nach Egg, einem idyllisch gelegenen kleinen Weiler. Eigentlich hätten dort noch zwei weitere Wanderfreunde dazustossen sollen – einer hatte den Zug nach St. Gallen verpasst – aber wegen Kommunikationsproblemen klappte das Treffen erst später im Restaurant Rossbüchel.
Leider war es neblig und diesig, sodass die Fernsicht ziemlich enttäuschend ausfiel. Auch landschaftliche Highlights gab es nicht gerade im Überfluss. Trotzdem war es eine schöne Tour, die abwechselnd über Wiesen und Asphaltstraßen in Richtung Bodensee führte.
Das Restaurant Rossbüchel war unser Zwischenziel auf dem Weg nach Altenrhein. Dass wir dort plötzlich auf Dälli und Stöge trafen, war eine Überraschung – die beiden hatten die regnerische Wetterlage genutzt und waren mit dem Auto losgefahren um mit „alten“ Freunden das Mittagessen einzunehmen. Das Essen war ausgesprochen gut, die Bedienung freundlich und die Aussicht auf den Bodensee… nun ja, nicht vorhanden.
Über den Abstieg nach Altenrhein gibt es nicht viel zu berichten, aber unser Tagesziel – das Fliegermuseum (FMA) – war definitiv ein Highlight.

Ein ehemaliger Mitarbeiter, der seine Lehre beim FMA gemacht hatte, führte uns durch die Ausstellung und wusste zu fast jedem Exponat eine spannende Geschichte zu erzählen. Als gelernter Mechaniker war er auch während seiner Militärzeit bei den Fliegern im Einsatz. In der Ausstellung gab es alte Militärflugzeuge wie die Mirage, Venom und PC-9, aber auch einige zivile Maschinen. In den 40er-Jahren baute die Firma Dornier in Altenrhein Flugzeuge wie die Do J „Wal“, ein Wasserflugzeug für zivile und militärische Zwecke. Dass es obendrein noch verschiedene historische Rolls-Royce-Modelle zu bestaunen gab, war ein zusätzlicher Anreiz.
Eine Ausstellung, die man unbedingt gesehen haben muss! Nach ca. zwei Stunden Postauto und Zug-Fahrt via Rorschach-St. Gallen waren wir dann wieder zurück in heimatlichen Gefilden.
Danke Fredi trotz Sch…-Wetter wieder eine total gelungene Tour.
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