Hans Hinnen

QdS 26. März 2025 Olten – Zofingen

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März 282025
 

Von Olten zum Säli Schlössli, über Mühlethal zum Heitere nach Zofingen. Tagesbericht: Theo

Auf der Reise nach Olten vernehmen wir, dass einer unserer Kollegen beim Umsteigen in Altstetten den Zug verpasst habe, aber möglichst rasch nachreisen werde. Für uns geht es vom Bahnhof Olten weiter mit dem Bus an die Höhenstrasse Ost. Kaum sind wir ausgestiegen, holt uns der Nachzügler mithilfe eines Taxis ein. Nun ist die Gruppe mit dreizehn Wanderfreudigen komplett und wir machen uns auf den Weg. Petrus ist gnädig und lässt die Sonne scheinen.

Der Weg führt zum Mühletäli hinauf, am Wildpark vorbei, wo uns Alpakas neugierig beäugen. Entlang des Baches durch eine malerische Waldlandschaft erreichen wir die Ruine Alt Wartburg. Hier hausten einst die Herren von Ifenthal. Aber mehr interessiert uns das um 1870 erstellte Säli Schlössli. Im berühmten Gasthaus auf diesem Aussichtspunkt werden wir freundlich begrüsst und können einen Kafi mit Nussgipfel geniessen. Die nahe Jura-Kette sehen wir auf der gezeichneten Panorama-Tafel besser als in Wirklichkeit. Immerhin: Die Berge zeigen sich blass durch die Wolken. Deutlicher können wir die Festung Aarburg, den «Knick» in der Aare und die Siedlungsgebiete von Rothrist und Oftringen überschauen.

Bergab – bergauf – bergab, durch Feld und Wald: So geht es weiter zum Bad Lauterbach. Gegen halb zwölf schreiten wir über die Autobahn Zürich-Bern und stechen wieder in den Wald hinein. Unser treuer Begleiter ist Bärlauch, der weit herum den Waldboden bedeckt. Über die geschmacklichen Vorzüge des Bärlauchs in allen möglichen Speisen gehen die Meinungen in unserer Gruppe allerdings auseinander.

In Mühlethal erwartet uns das Restaurant Linde zu einem feinen Zmittag. Nach der gemütlichen Pause treten wir an die kühle Luft. Unterdessen findet Petrus, dass die Pflanzen noch etwas Wasser brauchen und lässt es eine Weile regnen, später nur noch leicht nieseln. Der «Hohe Marchstei» wird von allen Seiten inspiziert. Nach der halben Umrundung von Zofingen wenden wir uns bergab zum Heitereplatz.

Von dieser Anhöhe aus überblicken wir die Altstadt und das Industriegebiet. Seit einigen Jahren bewege ich mich öfters auch in Zofingen, weil meine Partnerin Lisbeth hier geboren, verwurzelt und zuhause ist. Deshalb erlaube ich mir, trotz des frischen Windes auf dem Heitere die bewegte Geschichte von Zofingen in knappen Worten zu erzählen. Zur Sprache kommen der Verlag der Hugenotten-Familie Ringier, die Maschinenbau- und die Chemieindustrie. Besondere Würdigung verdient die intakte Altstadt. Das Städtchen geht auf die Gründung eines Chorherrenstifts durch den Grafen von Frohburg ums Jahr 1200 zurück. Die heutige Stadtkirche ist vom 14. Jahrhundert geprägt. Unter dem Kanton Bern konnte Zofingen bedeutende Stadtrechte behalten, bis zur Gründung des Kantons Aargau. Mehrere Brandkatastrophen und Pest-Seuchen suchten Zofingen heim. Die meisten der heutigen repräsentativen Steinhäuser entstanden im 17. und 18. Jht.. Erwähnt werden dürfen auch der bedeutende Waldbesitz der Ortsbürgergemeinde und die Sammlung von 400 alten Obstsorten der Vereinigung ProSpecieRara.

Nahe des Pulverturmes begrüsst uns Lisbeth und führt durch die Gassen, vorbei an Markthalle und Rathaus. Vor dem Brunnen zu Ehren des Stadthelden Niklaus Thut entsteht unser Gruppenbild. Dann geht es zum Abschluss-Trunk ins Hotel Zofingen. Die heutige Wanderung hat uns durch grüne Landschaft geführt, abseits der nahen Agglomeration. Wir danken Fredi herzlich für die überlegte Routenwahl. Auch den Kafihalt und die Mittagsrast hat Fredi sehr passend eingeplant.

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QdS – Eggersriet-Altenrhein

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März 142025
 

Mittwoch, 12. März 2025, Tagesbericht: Hane

Wie es die Tradition so will, war das Wetter auch bei dieser Tour im 2025 eher bescheiden. Umso erfreulicher war es, dass sogar Leute dabei waren, die normalerweise bei solchen Bedingungen lieber ihr Motorrad putzen würden.

Am Zürcher HB versammelten sich schließlich 11 wanderfreudige Leute, darunter mit Irene auch eine Vertreterin des – früher hätte man gesagt – „schwachen Geschlechts“. Mit dem Schnellzug ging es nach St. Gallen, dann weiter mit dem Postauto nach Eggersriet, einem verschlafenen Nest mit vier Postauto-Haltestellen, von dem der Durchschnittsbürger wahrscheinlich noch nie gehört hat.

Von der Haltestelle „Eggersriet Ebene“ startete der Aufstieg nach Egg, einem idyllisch gelegenen kleinen Weiler. Eigentlich hätten dort noch zwei weitere Wanderfreunde dazustossen sollen – einer hatte den Zug nach St. Gallen verpasst – aber wegen Kommunikationsproblemen klappte das Treffen erst später im Restaurant Rossbüchel.

Leider war es neblig und diesig, sodass die Fernsicht ziemlich enttäuschend ausfiel. Auch landschaftliche Highlights gab es nicht gerade im Überfluss. Trotzdem war es eine schöne Tour, die abwechselnd über Wiesen und Asphaltstraßen in Richtung Bodensee führte.

Das Restaurant Rossbüchel war unser Zwischenziel auf dem Weg nach Altenrhein. Dass wir dort plötzlich auf Dälli und Stöge trafen, war eine Überraschung – die beiden hatten die regnerische Wetterlage genutzt und waren mit dem Auto losgefahren um mit „alten“ Freunden das Mittagessen einzunehmen. Das Essen war ausgesprochen gut, die Bedienung freundlich und die Aussicht auf den Bodensee… nun ja, nicht vorhanden.

Über den Abstieg nach Altenrhein gibt es nicht viel zu berichten, aber unser Tagesziel – das Fliegermuseum (FMA) – war definitiv ein Highlight.

Ein ehemaliger Mitarbeiter, der seine Lehre beim FMA gemacht hatte, führte uns durch die Ausstellung und wusste zu fast jedem Exponat eine spannende Geschichte zu erzählen. Als gelernter Mechaniker war er auch während seiner Militärzeit bei den Fliegern im Einsatz. In der Ausstellung gab es alte Militärflugzeuge wie die Mirage, Venom und PC-9, aber auch einige zivile Maschinen. In den 40er-Jahren baute die Firma Dornier in Altenrhein Flugzeuge wie die Do J „Wal“, ein Wasserflugzeug für zivile und militärische Zwecke. Dass es obendrein noch verschiedene historische Rolls-Royce-Modelle zu bestaunen gab, war ein zusätzlicher Anreiz.

Eine Ausstellung, die man unbedingt gesehen haben muss! Nach ca. zwei Stunden Postauto und Zug-Fahrt via Rorschach-St. Gallen waren wir dann wieder zurück in heimatlichen Gefilden.

Danke Fredi trotz Sch…-Wetter wieder eine total gelungene Tour.

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QdS – Birmensdorf – Dietikon – Altstetten

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März 062025
 

Dienstag 25. Februar 2025, Tagesbericht: Monika

Am heutigen Wandertag treffen wir uns nicht wie üblich am Bahnhof; nein, es ist das Café Bode mitten in Birmensdorf. Jemand ist eine halbe Stunde, der andere eine Viertelstunde, ein dritter zehn Minuten vorher dort, um ja die Zeche bezahlen zu können, aber…. einer aus unserer Gruppe hat sich schon Tage vorher angemeldet. Danke dir, jeder weiss es, er ist nur beim Kaffee dabei (Knie der Nation, nein, von Birmensdorf).

Kurz vor neun Uhr geht es los und etwas ist heute auch speziell: Die Wanderbeine gleichen sich aus, sage und schreibe vierzehn weibliche und vierzehn männliche. Wow, die Frauen-(beine) etablieren sich langsam in Fredis Wandergruppe. Bald sehen wir einen Baum in der Reppisch liegen, welcher aber nicht mit der Säge gefällt worden ist, sondern vom Biber. Weiter oben haben wir Sicht auf den Waffenplatz und
Fredi erzählt uns, dass dort zwischen 1955 und 1961 Motocross Wettkämpfe stattgefunden haben. Was für ein Gaudi für Birmensdorf! Sobald der Billettverkäufer in Sicht war, versteckten sich die Jungs schnell im Wald. Weiter geht es Richtung Reppischhof und wir erreichen bald den Wiesentalpark mit Skulpturen und einer grossen Ausstellungsfläche. Es ist sicher sehr interessant, die Kunstgalerie Bachlechner einmal zu besichtigen. Immer schön der Reppisch entlang sind bald die ersten Hochhäuser in Sicht und wir erreichen die Stadt Dietikon. Schon bald überqueren wir die Limmatbrücke und kehren im gleichnamigen Restaurant ein. Wir werden erwartet und ruck, zuck, zack, zack steht das Getränk, das Essen und der
Kaffee auf dem Tisch. Eine gut bürgerliche Küche und alle Plätze sind besetzt.

Nun wandern wir auf wunderschönen Wegen Limmat aufwärts und kommen zum Kloster Fahr. Gestiftet wurde es im Jahre 1130 als Tochterkloster des Klosters Berau durch die Freiherren von Regensberg. Die Schenkung erfolgte unter der Bedingung, dass an diesem Ort ein Frauenkloster des Benediktinerordens zu errichten und zu erhalten sei. Diese Beziehung zu Einsiedeln wird am Wirtshaus «Zu den zwei Raben» deutlich, das 1679 erbaut wurde. Das Kloster bildet noch heute das nach eigenen Angaben weltweit einzige verbliebene Doppelkloster mit dem von Einsiedeln. Seither leben hier ununterbrochen Benediktinerinnen, momentan sind es zwanzig Schwestern. Natürlich besuchen wir die Kirche mit den wunderschönen Fresken und halten Einkehr.

Weiter geht’s auf der linken Seite und schon bald ist Höngg in Sicht. Wir laufen auf der Werdinsel über die Hönggerbrücke zur Grünau. Deshalb ist auch die Überführung zum Bahnhof Altstetten grün. Aber vorher machen wir einen Halt im «BUNT», ein bunter Treffpunkt für Jung und Alt. Am heutigen Tag treffen wir auf viele Eishockey Fans vom ZSC, die nachher in der nahe gelegenen Swiss Life Arena das Spiel ZSC-Davos anschauen.

Wir geniessen einen feinen Riesling und danken herzlich für die edle Spende. Ein grosser Dank geht natürlich an unseren «Rudelführer», wie Fredi neuerdings genannt wird. Auch Petrus, der Rudelführer der Wetterschmöcker, hat es mit uns nicht schlecht gemeint, es hat nur manchmal und sehr moderat geregnet.

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QdS – Kaiserstuhl – Zurzach – Klingnau

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Feb. 162025
 

Dienstag, 11. Februar 2025, Tagesbericht: Hane

Das Motto des Tages: „Sich mit Freunden zusammen, bei Scheisswetter, sportlich betätigen“. Von Birmensdorf waren es allerdings nur eine Freundin und zwei Freunde die sich von diesem Motto überzeugen liessen, drei aus dem Säuliamt und drei aus der Umgebung der Stadt vervollständigten dann die Wandergruppe.

Bahn und Bus brachten uns durch das Zürcher Unterland am Neeracher Ried vorbei in etwa einer Stunde nach Kaiserstuhl dem Ausgangspunkt der Wanderung. Gesehen haben wir von dem 1254 gegründeten Städtchen nicht viel, da erstens kein Restaurant offen war und zweitens sich das Wetter von der garstigen Seite her zeigte.

Nach einer kurzen Einlaufstrecke erreichten wir zügig das Rheinufer, dem wir etwa 11 km bis nach Zurzach folgten. Die Route erinnerte stark an die Etappe von Eglisau nach Kaiserstuhl, die wir im März 2021 gewandert sind – nur dass wir diesmal keine gesperrten Wege umgehen mussten. Das Gebiet entlang beider Rheinseiten ist nur spärlich bebaut. Wir passierten die beiden Ortschaften Rümikon und Rekingen, ohne allerdings einen Abstecher dorthin zu machen. Wir konnten leider nur erahnen, wie abwechslungsreich die Strecke bei schönem Wetter ausgesehen hätte.

In Zurzach steuerte Fredy direkt die Therme an, wo wir im dazugehörigen Restaurant von einer sympathischen Kellnerin freundlich und aufmerksam bedient wurden. Nach dem Mittagessen blieben wir gefühlt eine Ewigkeit sitzen – ob wegen des bevorstehenden steilen Aufstiegs, des Regens, der Müdigkeit oder einfach aus Angst, zu früh zu Hause zu sein, ließ sich nicht so genau sagen.

„Trotz etwas stärkerem Regen machten wir uns auf den Weg über den Achenberg. Rund 200 Höhenmeter rauf und dann wieder runter nach Klingnau – mit Blick auf den gleichnamigen Stausee. Wer vorab das Höhenprofil gecheckt hatte, wusste, dass uns nach dem Mittagessen noch mal 200 Höhenmeter bevorstanden. Was dabei allerdings übersehen wurde: Am Morgen waren es auch 170 Höhenmeter, obwohl die Strecke auf dem Profil absolut flach ausgesehen hatte.

In Klingnau konnten wir uns bei einem „Kaffe Luz“ von den Strapazen erholen und dann mit dem Zug den sehr kurzen Heimweg antreten. Danke Fredy „Trotz des Scheiss-Wetters“ wieder eine abwechslungsreiche, interessante Wanderung ohne grosse ungeliebte Abstiege :-).     

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QdS Kronberg via Scheidegg, Jakobsbad nach Gontenbad

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Jan. 292025
 

Dienstag, 28. Januar 2025, Tagesbericht: Theo


Fast immer folgt unsere Wandergruppe dem Motto: «Mir gönd bi jedem Wetter!» Darum kommt es vor, dass die eine und andere Wanderung ihren ganz eigenen «Charme» entwickelt. So auch heute.

Am Morgen stehen wir am Bahnhof, ohne grosse Worte. Nach der gestrigen Schütte regnet es jetzt nur noch sanft. In Gossau steigen wir in die Appenzeller Bahn um. Auch hier regnet es sanft. In Jakobsbad huschen wir durchs Schneegestöber in die Talstation der Kronbergbahn. Als einzige Gäste in der Seilbahnkabine führt uns eine charmante Appenzellerin in die Höhe. Verwundert erkundigt sie sich, wohin wir wollen. In der Tiefe erblicken wir eine Gämse, die nach etwas Gras sucht. Auch in der Bergstation auf 1660 m. ü. M. sind wir die Einzigen neben dem Personal. Mit Kafi und Nussgipfel stärken wir unsere Tatkraft.

Draussen bläst und schneit es tüchtig. Vom imposanten Blick zum Säntis, mit dem sich der
Kronberg rühmt, ist nichts zu sehen. Um viertel vor elf Uhr gibt es keine Ausrede mehr. Jeder
zieht an, was der Rucksack her gibt: Kappe, Halstuch, Regenhose, Gamaschen,
Schneekrallen, Handschuhe, sogar vereinzelt eine Sonnenbrille, was aber überflüssig wäre.
Wir stapfen los Richtung Osten, der Wind zieht von Westen, zum Glück also im Rücken. Wer
eine Kapuze hat, ist froh darum.

Mit grossen Schritten legt Hans Jahn für uns eine Spur durch den 40 cm hohen Neuschnee, entlang der mit Stangen markierten Route. Um Mittag erreichen wir das winterfest verschlossene Restaurant Scheidegg. Nun schwenken wir gegen Norden und schreiten steiler talwärts. Hier liegt weniger Schnee, dafür wird er nasser. Um viertel nach eins schütteln wir die Kleider in der Talstation ab (870 m. ü. M.) und
geniessen eine währschafte Stärkung. Das Wetter beruhigt sich.

Die Schlussetappe führt über flache Wiesen entlang des Golfplatzes nach Gontenbad. Auf diesem Wegstück war die Wandergruppe Gut vor etwa 10 Jahren schon einmal unterwegs, bei ihrem Projekt «Quer dur d’Schwiiz» von Ost nach West. Heute allerdings «saften» die Schuhe durch Schneematsch und Wasser. Nach unserem Tagesmarsch werden wir acht Wander-Burschen im Hotel Bad Gonten freundlich begrüsst: Sönd willkomm! Es zeigt sich, dass Kafi-Luz auch im Appenzellerland kein unbekanntes Getränk ist.
Am Bahnhof wagt sich sogar die Sonne hervor und taucht die verzuckerten Berghänge in
strahlendes Abendlicht. Hans sagt ganz treffend: «Hüt isch es richtig schön gsi!» Herzlichen
Dank an Fredi für diesen einzigartigen Wandertag, den wir nicht so rasch vergessen werden.

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QdS — Zug – Cham – Maschwanden

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Jan. 092025
 

Dienstag 7. Januar 2025 — Tagesbericht: Monika

Die erste Tour in diesem Jahr führt uns mit Fredi’s Wandergruppe ins Zugerland, um dann im zürcherischen Maschwanden zu enden.

Am Bahnhof begrüsst Fredi zwei Frauen und zehn Männer mit den besten Wünschen für 2025 und hofft vor allem auf vierundzwanzig unfallfreie Wandertage. Einige der Teilnehmenden sind noch am Genesen von Knie- oder Hüftproblemen, und könnten allenfalls nur bis am Mittag wandern. Der Weg führt zur Altstadt mit einer geschichtsträchtigen Vergangenheit. So war Zug einst eines der wichtigsten Zentren des Zinnhandwerks. Über mehrere Jahrhunderte wurde auch das hochqualifizierte Handwerk der Uhrmacherei ausgeübt.

Für die Berichterstatterin ist die Altstadt speziell, denn in einem der ehrwürdigen Gebäude hat sie 1978 ihre Arbeit begonnen. Später arbeitete sie im Schutzengel (bis heute!) und wohnte in Cham und Hagendorn, wo wir überall vorbeiwandern. Nach einem Kaffeehalt im Hafenrestaurant mit herrlicher Aussicht auf den See, die Rigi und den Pilatus geht es dem Seeufer entlang nach Cham. Beim Lorzenausfluss überqueren wir die kleine Fussgängerbrücke und gelangen in den Villettepark. Der prachtvolle, weiträumige Park mit seinem imposanten alten Baumbestand ist unfassbar schön. Er wurde 1865 im Englischen Stil von Theodor Froebel aus Zürich kunstvoll angelegt. Mit seinen 46’000 Quadratmetern ist der ruhig gelegene Park ein beliebtestes Naherholungsgebiet. Das romantische Inseli ist beim Bau der Eisenbahn mit dem Aushubmaterial des teilweise abgetragenen Kirchhügels aufgeschüttet worden. Zum Schutz der Erholung gilt im Villettepark ein Badeverbot und auch Picknicken und Ballspielen auf den Rasenflächen sind nicht erlaubt.

Nach diesem wunderschönen Rundgang wandern wir der Lorze entlang nach Lindencham, wo wir im Restaurant Rosengarten herzlich empfangen werden und sehr gut speisen. Beim Aufbruch wird es am Wolkenhimmel dunkler und richtig windig. Nicht «dere schöne, schöne Aare nah» wie im Lied von Stiller Has, sondern weiter der Lorze entlang gelangen wir nach Hagendorn, wo ein riesiges Fabrikgebäude der Baumgartner Fenster AG entsteht.

Bald erreichen wir das Kloster Frauenthal, das älteste Schweizer Zisterzienserkloster. Es liegt eingebettet inmitten von Wäldern und Matten auf einer Insel, die von zwei Armen der Lorze gebildet wird. Die Kirche ist im Stil der Rokoko-Zeit erbaut und dort halten wir für kurze Zeit inne. Zurück auf dem Weg Richtung Islikerhof müssen wir uns heftig gegen Wind, Regen und Kälte wehren. Glücklicherweise ist der Spuk schon bald vorbei. Beim Hatwilerbächli wollen wir zurück zum Fluss, leider ist ein Übergang nicht möglich, und wir müssen zurück auf die Asphaltstrasse. In Maschwanden gibt es keine Beiz für einen Schlusstrunk, der Bus fährt erst in einer halben Stunde, und so entschliessen sich sieben aus der Gruppe, a piedi nach Mettmenstetten zu gelangen. Im Bahnhöfli nehmen die Meisten ein Kafi Luz, auf jeden Fall so viele, dass es nicht genug Kaffeegläser hat, aber oh Wunder, in Teegläsern ist es auch gut. Ein schöner Ausklang!

Fredi, so genial wie du das alte Jahr organisiert hast, hat auch das neue begonnen. Schön, dass wir noch dreiundzwanzig Wandertage vor uns haben.

DANKE DIR !!

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QdS – Frohe Festtage

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Dez. 172024
 

Info von Fredi:

Die erste Wanderung findet bereits am Dienstag 7. Januar von Zug nach Maschwanden statt.

Jahresschlusshöck Samstag 25. Januar 17:00 Rest. Brüelmatt Birmensdorf.

QdS — Alosen – Schindellegi

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Nov. 082024
 

Mittwoch 6. November 2024 — Tagesbericht: Hane

Alosen – Restaurant Rossberg – Schindellegi

Leider war dies schon wieder die letzte Tour im Jahr 2024. Zwölf Wanderfreunde, darunter zwei Damen, hatten sich zusammengefunden, um dem Nebel zu entkommen und etwas für ihre Gesundheit zu tun. In etwas mehr als einer Stunde brachten uns die SBB und später das Postauto zum Ausgangspunkt in Alosen. Von dort führte uns ein gut präparierter Weg hinauf zum Gottschalkenberg, einem beliebten Ausflugsziel, das oft über der Nebelgrenze liegt. Das Wetter zeigte sich den ganzen Tag über von seiner besten Seite – sonnig und angenehm warm. Nach den 250 Höhenmetern freuten wir uns natürlich auf einen wohlverdienten Kaffee mit Gipfeli. Die Sicht auf die Glarner Alpen mit dem Tödi und dem Glärnisch war aufgrund der hohen Wolken etwas getrübt.

Etwa zehn Minuten nach dem Aufbruch im Restaurant erreichten wir den wunderschönen Aussichtspunkt „Bellevue“, von dem aus wir einen herrlichen Blick auf den Zürichsee und in der Ferne das Schwarzwaldgebiet genießen konnten. Übrigens ist der Gottschalkenberg auch mit dem Auto erreichbar, aber es gibt auch eine lohnenswerte Wanderung, die etwa 40 Minuten dauert und vom Ratenpass aus startet.

Danach führte uns der Weg weiter durch den Wald, zunächst auf einem Trampelpfad bergab, an der Sparenhütte vorbei, bis zum Mistlibüel, einem schönen Ferienheim für Kinder. Diese Orte gehören zur Gemeinde Hütten, die seit dem 1. Januar 2019 zusammen mit Schönenberg zur Gemeinde Wädenswil fusioniert ist. Als Nächstes stand der Aufstieg zum Restaurant Rossberg auf dem Programm, einem großartigen Lokal mit einer traumhaften Aussicht.

Zum Mittagessen hatten wir diesmal ausreichend Zeit, da der Abstieg nach Schindellegi nur etwa eine Stunde in Anspruch nahm. Irene hatte heimlich das Mittagessen bezahlt und erwähnte, dass sie wegen einer Knieoperation in den nächsten sechs Monaten nicht mehr dabei sein könne. Liebe Irene, wir werden dich vermissen – wir hoffen, dass deine Genesung schneller verläuft und du bald wieder mit uns unterwegs bist! Nebenbei haben wir auch über den jährlichen Rückblick-Anlass gesprochen und waren uns einig, dass dieser unbedingt fortgeführt werden sollte und vor allem der Film von Werni dürfe dabei auf keinen Fall fehlen. Dass Fredi auch für 2024 wieder Touren plant, haben wir selbstverständlich vorausgesetzt. Wir hoffen, du nimmst uns das nicht übel, Fredi :-).

Der Rückweg nach Zürich über Wädenswil war dann schnell erledigt, aber besonders unterhaltsam war das Gespräch zweier Rentner im Nebenabteil des Zuges. Sie waren gerade von einer Autowerkstatt gekommen. Der eine sagte: „Es wäre wirklich schön, wenn man auch bei Menschen den Motor austauschen könnte, oder?“ Darauf der andere: „Ich wäre schon mit einer neuen Stoßstange zufrieden!“

I dämm Sinn schöni Zyt und bis im Januar wider.

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Alle Wanderungen im Gebiet Zugersee Ägerisee bis zum Zürisee (klick).

QdS — Schwarzenburg nach Thörishaus

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Okt. 172024
 

Dienstag 15. Oktober 2024 — Tagesbericht: Monika

Schwarzenburg – Schwarzwassergraben – Thörishaus

Fast doppelt so viele sind es wie vor zwei Wochen: 12 läufige Männer, 3 läufige Frauen, die Hündin Ina – ohne Aki, die wirklich läufig ist – kommen mit auf die Tour. Die Wetteraussichten sind nicht so gut, vor allem am Vormittag. Vom Bahnhof Schwarzenburg bis zur Morgenkaffeebeiz Caroline sind es nur ein paar Minuten. Das Dorf liegt eingebettet in den Hügeln der Region Gantrisch, zwischen Sense und Schwarzwasser und strahlt eine freundliche Ruhe aus.

Beim Abmarsch müssen wir leider bereits die Schirme oder Pelerinen hervornehmen und diese sind bis um ein Uhr im Einsatz, genau wie es mein Klaus vorausgesagt hat. Der erste Halt bei Schwarzwasser/Steiglenau ist kurz regenfrei und wir können bereits canyonartige Flusslandschaften bewundern. Der Talgrund ist vielerorts bis 100 Meter breit und die Sandsteinfelswände bis 200 Meter hoch. Hindurch fliesst das Schwarzwasser, einer der letzten Schweizer Flüsse, welcher einen natürlichen Flusslauf mit unverbauten Ufern und typischen Auenwäldern besitzt. Er mündet in die Sense, die sich anschliessend durch den unteren Sensegraben windet.

Diese Wanderung mit den Herbstfarben müsste man bei Sonnenschein nachholen!

Wir marschieren über eine wunderschöne Holzbrücke und können darunter geschützt unsere Mittagsrast machen. Fredi packt ein paar Fläschli Wein aus. Wer hat Geburtstag oder ein Jubiläum? Das Geheimnis wird gelüftet, es ist Hane, der heute zum 200. Mal bei einer Wanderung dabei ist. Alle freuen sich, denn er ist nach Fredi der zweitwichtigste Mann der Gruppe. Er ist nicht nur für die Homepage, sondern auch als Berichteschreiber, Fotozusammensteller und vieles mehr zuständig. Danke dir für die wertvolle Arbeit!

Genau um ein Uhr regnet es nicht mehr und wir geniessen die angenehme Temperatur, die herrliche Landschaft und oft ein paar Sonnenstrahlen. Bald geht es über das Hängebrüggli Sense und dort sehen wir bei der Abzweigung, dass der geplante Weg wegen Unwetter bis auf weiteres gesperrt ist. Viele Wege führen nach Rom, aber unseren Richtung Thörishaus finden wir ohne Probleme. Mit dem Ziel in Sicht, wo keine Beiz offen hat, sagt Fredi, dass er vorausplanend eine Beiz gefunden habe, was jedoch eine weitere halbe Stunde Fussmarsch bedeute. Dort spendiert der Jubilar die Zeche und wir haben nur noch zwei Minuten zum Gleis, bevor uns die SBB via Bern in unsere Heimat führt.

Danke dir Fredi für die umsichtige Planung und dir Petrus, dass du für die zweite Hälfte den Hahn zugedreht hast.

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